1925 - Ernst Alboths Sohn Willy schloss sich dem Vater und dem Schwager in der Firmenleitung an. Nach dem Tod von Ernst Alboth wurde eine Änderung der Firmenmarke beschlossen, die neue Marke "Alka-Kunst " war eine Kombination aus den beiden Anfangsbuchstaben der Familiennamen "Alboth" und "Kaiser".

1928 - Gründung des Werkes in Kronach durch Willy Alboth und Georg Kaiser. Dort wurde nach dem Krieg neben Geschenkserien vor allem die bekannten Rokoko-Spitzenfiguren, an sich eine Domäne der Thüringer Fabriken, mit großem Erfolg hergestellt.

1938 - Erwerb der mehrfach königlich prämierten Porzellanfabrik Silbermann, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet wurde: "Werk Hausen" in Hausen am Main. Die Firma galt als Hauptzulieferant von Weißware für den Veredelungsbetrieb. Damit war die Integration der Weißfertigung geschafft.

1945 - Hubertus Kaiser tritt als Partner seines Vaters und seines Onkels in die Firma ein. Der Bau einer neuen Fabrik, die alle Fertigungsstufen umfasst, wird beschlossen.

1951 - Die Firma nennt sich ALKA Kunst Alboth & Kaiser KG in Kronach. Geschäftsführer zu dieser Zeit sind Georg Kaiser, Willy Alboth und Hubertus Kaiser. 

1953 - In Staffelstein wurde ein neues Gelände erworben, um eine neue Fabrik zu errichten. Staffelstein wurde wegen des nahe gelegenen Werkes in Hausen gewählt und auch weil in Kronach ein guter Kreis an Facharbeitern zur Verfügung stand. 

1956 - Umzug nach Staffelstein. Löschung der Niederlassung in Hausen. Die Firma heißt jetzt: Alka Porzellanfabriken Alboth & Kaiser KG, Staffelstein. 

1961 - Geschäftsführer sind Willy Alboth und Hubertus Kaiser.

1964 - Georg Kaiser stirbt. Willy Alboth wird Hauptgeschäftsführer.

1970 - Die Handelsmarke von "Alka" wurde auf "Kaiser-Porzellan" geändert, da der Name "Kaiser" klangvoller war, was vor allem im Ausland eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte.

1977 - Die Geschäftsführer sind Willy Alboth und Hubertus Kaiser. 

1982 - Zum 200jährigen Jubiläum des Wappentiers der USA wurde eine streng limitierte Auflage von 200 Stück hergestellt.
Die Nr. 1 erhielt der damalige amerikanische Präsident Ronald Reagan am 05.10.1982, und die Nr. 47 die frühere englische Premierministerin Margaret Thatcher am 13.06.1984, aus der Hand des Mitinhabers Hubertus Kaiser.

1985 - Eine neue Werkshalle von ca. 7000 qm kommt hinzu.

1986 - Ein Schnellbrandrollen-Ofen nach neuesten technischen Maßstäben wird installiert.

1991 - Willy Alboth verstirbt. Getreu der Generationsnachfolge trat sein Enkel Hubertus Alboth in das Unternehmen ein. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz von über 51 Millionen DM.

1997 - 125-jähriges Bestehen des Familienunternehmens. Der Umsatz beträgt 35 Millionen DM.

1998 - Hubertus Kaiser verstirbt am 17.12.1998. Die Geschäftsführer sind Hubertus und Ernst Alboth. Das Unternehmen beschäftigt ca. 500 Arbeitnehmer.

1999 - Im Rahmen eines Sozialplanes werden rund 100 Mitarbeiter entlassen. Der Umsatz liegt bei 26 Millionen DM, das Produktsortiment besteht zu 50% aus Servicen, zu 40% aus Geschenkartikeln und zu 10% aus hochwertigen Manufakturfiguren.

2000 - Das Unternehmen beschäftigt noch ca. 350 Mitarbeiter, der Umsatz bricht weiter ein. Die Krise der keramischen Industrie hat das Familienunternehmen arg in Mitleidenschaft gezogen.

28.12.2000 - Das Unternehmen wird von zwei Investoren aus der keramischen Industrie, der Pacific Crown Group Ltd. und Hans-Peter Langsch, übernommen. Zu diesem Zeitpunkt werden noch 130 Mitarbeiter beschäftigt.

2001 - Am 01. Januar übernimmt Hans-Peter Langsch die Geschäftsführung. Die Tätigkeiten des Unternehmens werden produktiv von der Kaiser-Porzellan Manufaktur Staffelstein GmbH&Co.KG geführt, die Produktionsmittel sowie Grund und Boden an der Auwaldstraße 8 von rund 65.000 qm hält die PM Kapital GmbH&Co.KG und Komplementärin ist die PM Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, die auch den Werksverkauf abwickelt. Im Mai werden 154 Mitarbeiter beschäftigt. Ende des Jahres wird die konventionelle und kontinuierliche Brenntechnologie des Unternehmens abgelöst durch einen diskontinuierlich brennenden Kammerofen mit einer Investitionssumme von rund 2 Millionen DM.

2002 - Internationale politische Krisen und die europäische Währungsumstellung führen in der gesamten keramischen Industrie zu weitreichenden Strukturveränderungen auf der Nachfrageseite und zu Einbrüchen vor allem traditioneller Produktsegmente, dem angestammten Geschäftsfeld von Kaiser-Porzellan.

2003 - Nach einem guten Start in das neue Jahr und einer hervorragenden Resonanz auf die durchgeführten Kollektionsänderungen führen die Irak-Krise und die Rezession der europäischen Märkte zu einem weiteren Nachfrageeinbruch im späteren Frühjahr, der eine erneute weitreichende Restrukturierung des vorwiegend vom deutschen Markt abhängigen Unternehmens notwendig werden läßt. Am 20. Mai übernimmt eine neue Betreibergesellschaft, die Porzellan Design Bad Staffelstein GmbH & Co.KG, die operative Tätigkeit des Unternehmens. 

2007 - Nahezu unbemerkt für Handel und Konsument wurden die Größe und die Strukturen des Unternehmens der veränderten Nachfrage angepasst, die Kollektion überarbeitet und auf neue Käuferschichten getrimmt. Innovation in Form und Dekor unter Beibehaltung des hohen Qualitäts- und Servicestandards und der Kernkompetenz der Marke stehen im Vordergrund der Bemühungen um die Gunst des Verbrauchers.

01.09.2010 - Kaiser und Goebel - „Es kommt zusammen, was zusammen gehört“
Goebel Porzellan hat seit 01.09.2010 einen neuen Eigentümer, die PM Kapital GmbH & Co. KG, Bad Staffelstein. Dieses Unternehmen ist seit vielen Jahren in der keramischen Industrie tätig und zugleich Anteilseigner der Kaiser-Porzellan in Bad Staffelstein. Goebel bleibt ein inhabergeführtes Unternehmen.

Unter dem Dach der PM Kapital sind nun zwei Unternehmen vereint, deren Ursprung in der keramischen Industrie Oberfrankens nahezu auf das gleiche Jahr zurückgeht. Beide Unternehmen werden auch in Zukunft ihre rechtliche Selbständigkeit behalten.

„Es kommt zusammen, was zusammen gehört“, so der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Peter Langsch, der das Unternehmen Goebel seit 1993 kennt, war er doch derjenige, den Wilhelm Goebel damals damit beauftragte, den Bereich Schenken & Wohnen zu entwickeln.

Beide Unternehmen sind in nahezu identischen Vertriebswegen, Märkten und Technologien tätig, unterscheiden sich aber durch die Ausrichtung der Kollektionen.